
Wer sind wir?
Die DEUTSCHE QIGONG GESELLSCHAFT e.V.
Qigong – mitten im Leben – das Leitmotiv und Motto des Jubliläumskongresses ist mit Bedacht gewählt:
„Mitten im Leben“ – das bedeutet zunächst, dass Qigong inzwischen als ein Weg der Persönlichkeitsentfaltung und Gesunderhaltung bewusst wahrgenommen wird.
Dass dies so ist, dazu hat die Deutsche Qigong Gesellschaft einen entscheidenden Beitrag geleistet und durch ihre Öffentlichkeitsarbeit Vorurteile entkräftet und inhaltliche Impulse gesetzt, indem für gesellschaftlich relevante Fragen theoretische und praktische Antworten gesucht wurden:
Inwiefern dient Qigong der gesundheitlichen Prävention? Wie kann Qigong therapeutisch eingesetzt werden?
Welchen Stellenwert kommt Qigong bei der Stressbewältigung zu? Welche Bedeutung hat Qigong für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder bei älteren Menschen?
Diese Fragen sind zunächst praktisch und anwendungsorientiert, aber bedürfen auch der wissenschaftlichen Erforschung.
Gerade die jüngsten Erkenntnisse der Hirnforschung, insbesondere die zahlreichen Studien zum Body-Mind-Link (der Verbindung zwischen Körper und Geist) und die spezialisierten Bereiche der Achtsamkeitsforschung, der Stressforschung und der pädagogischen Forschung erschließen derzeit das Wissen um die Wirkkraft körperorientierter Methoden, die Körper und Geist in ihrer Wechselwirkung ansprechen.
Das Programm des Jubiläumskongresses spiegelt diese vielen oben genannten Facetten wieder und gibt einen Einblick in die Vielfalt des Qigong, aber auch der Reflexion und Erfahrungsdimension des Qigong.
Das Potential eines Austausches zwischen Jahrtausende altem Erfahrungswissen und moderner wissenschaftlicher Analyse wird in vielen Vorträgen des Kongresses ausführlich untersucht:
Dr. Peter Valentin beschäftigt sich in seinem Vortrag mit dem Vergleich der Mind-Body-Medizin und dem Präventivkonzept des Qigong.
Dr. Imke Bock-Möbius wagt sich auf das Terrain der Quantenphysik. Sie nennt ihren Vortrag:
„Daoismus und Quantenphysik. Ein möglicher Weg zur Ganzheit.“
Die psychologischen Konstrukte der Selbstwirksamkeit, Stressresilienz und Selbststrukturierung bringt Barbara Hofmann-Huber in den Zusammenhang mit dem östlichen Weg der Selbstkultivierung.
Hier gibt es viele Berührungspunkte und vor allem auch praktische Übungswege durch Qigong, diese Ziele praktisch am eigenen Leib zu erfahren und umzusetzen.
Zwei Vorträge kreisen um die Wurzeln, philosophischen Implikationen und Hintergründe von Qigong:
Dr. Dominique Hertzer wendet sich den „Drei Schätzen“ (Essenz, Lebenskraft und Geist) zu, einem primär philosophischen Konzept, das allerdings praktisch Ausdruck der Verschränkung von Körper und Geist ist und das Verständnis für die Tiefe von Qigong befördert.
Dr. Ansgar Gerstner widmet sich dem Thema „Daoismus in der Volksrepublik China“ und beleuchtet die spannende Frage, wie es um die daoistischen Traditionen im heutigen China bestellt ist.
Prof. Dr. Nico Kohls, der an der Hochschule Coburg lehrt, wird sich in seinem Vortrag mit den jüngsten Erkenntnissen der Mind-Body-Medizin beschäftigen und die Wirkung einer Schulung der Achtsamkeit durch Qigong hinterfragen hinsichtlich der Stressresilienz und der Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.
Prof. Dr. Kohls hat vor einigen Jahren auch die durch die DQGG veranlasste Studie zu „Achtsamkeit in der Schule – AISCHU“ durchgeführt: Qigong, Achtsamkeitsübungen und psychoedukative Schulung werden in den täglichen Unterricht integriert.
Vera Kaltwasser stellt in ihrem Vortrag das Konzept vor und berichtet von den Einsatzmöglichkeiten im Unterricht und in der Lehrerfortbildung, die sich derzeit vielfältig bieten, auch weil die Entscheidungsträger in den Bildungsbereichen allmählich die Bedeutung erfahrungsbasierter Konzepte besser verstehen und eher unterstützen.
Die Bandbreite der Themen zeigt wie aktuell und zentral, eben mitten im Leben, die mit Qigong verknüpften Themenfelder sind.
Die praktische Anwendungsorientierung, welche in großen und kleinen Workshops erfahrbar wird, spannt einen weiten Bogen von einem therapeutischen Einsatz von Qigong für Menschen mit Gesundheitsstörungen bis zu einzelnen Übungsstilen
(Das Spiel der fünf Tiere, Fan Teng Gong, die „24-Anforderungen für eine richtige Körperhaltung“, Hui Chun Gong, Chan Mi Gong, Guolin Qigong, Duft-Qigong, Qigong Gehen nach Prof. Cong Yongchun)
Die Bedeutung der Kalligraphie wird ebenfalls konkret in einem Workshop erlebbar.
Daneben werden besondere Anwendungsbereiche für Qigong in den Fokus gestellt:
Qigong mit älteren Menschen, Qigong mit Kindern mit dem Aspekt der Kreativitätsentwicklung. Und dann wird es auch noch ganz lebensnah, denn „Medizin aus dem Kochtopf“ durch die 5-Elemente-Küche oder „Blitzentspannung“ – das möchte man am liebsten sofort umsetzen.
Die Deutsche Qigong Gesellschaft e. V. mit ihren Mitgliedern, LehrerInnen, KursleiterInnen, AusbilderInnen ist mitten im Leben angekommen und pflegt gleichzeitig die Mitte – zwischen Himmel und Erde – und in einem gesunden Maß, das Veränderung ermutigt: Yin und Yang im stetigen Wechsel und Ausgleich.
Durch die umfassenden Ausbildungen (zum Qigong-Lehrer und Qigong-Kursleiter), die den höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen, und durch zielgerichtete Weiterbildungs-Formate, die Spezialisierungen ermöglichen, bildet sich ein Kreis von Multiplikatoren heran,
die immer mehr Menschen Wege der Gesunderhaltung und Persönlichkeitsentfaltung aufzeigen und das Bedürfnis nach Entschleunigung und Besinnung stillen.
Wir freuen uns auf einen lebendigen Kongress, getragen von der Freude am Austausch und an der gegenseitigen Bereicherung.
Wenn das Wetter mitschwingt, was wir zuversichtlich annehmen, dann bieten sich in der unmittelbaren wunderschönen Natur einladende Übungsmöglichkeiten.
Die genauen Einzelheiten des Programms, die Tagungsgebühren und die Anmeldeformalitäten sind aus der Programm-Broschüre ersichtlich, ebenso der Hinweis auf das Treffen der Arbeitskreise vorab von 15 bis 18 Uhr.
Vera Kaltwasser (Beirat für Öffentlichkeitsarbeit)
Das obere Foto zeigt das Tagungshaus Schönenberg. Die meisten Kongressbesucher werden hier unterkommen. 70 Einzel- und Doppelzimmer mit insgesamt 100 Betten stehen zur Verfügung. Alle anderen können im nah gelegenen Ellwangen nächtigen.
Das untere Foto zeigt die diesjährige Qigong-im-Park-Aktion in Ellwangen. In der Fotomitte steht Fotini Papadopulu, Qigong-Lehrerin aus Ellwangen und tätig im Vorstand unserer Gesellschaft. Sie hat den Qigong-Kongress initiiert und wird ihn organisieren.
Fotos: Ralf Jakob