
Wer sind wir?
Die DEUTSCHE QIGONG GESELLSCHAFT e.V.
Vor wenigen Wochen ist die 3. Weiterbildungsreihe „Qigong im Alter“ mit insgesamt vier Modulen in Nürnberg zu Ende gegangen.
Die beiden Absolventinnen Susan Engmann und Susanne Schätz aus Traunstein blicken zurück und ziehen ein sehr persönliches Resümee.
Kann man sich als Kursleiter besser auf die Bedürfnisse älterer Menschen beim Qigong vorbereiten? Gibt es ein spezielles „Senioren-Qigong“, das man auch in Altersheimen unterrichten kann? Diese Fragen stellten wir, Susan Engmann und Susanne Schätz, uns, weil wir in unseren Kursen auch Teilnehmer der Altersgruppe 65+ haben. Deshalb waren wir sehr interessiert, als wir auf das Angebot der Weiterbildung „Qigong im Alter“ in Nürnberg stießen, das von Ralf Jakob, Gerda Fürstenhöfer, Maria Christl und Silke Strunk im zeitlichen Umfang von vier Wochenenden in zwei Jahren angeboten wurde. Das Konzept war vielversprechend. Neben einem Grundlagenmodul folgten die Themen „Knochen und Stand“, „Herz, Atem und Mitte“ und „Kopf und Geist“. Wir meldeten uns an und dies war eine sehr gute Entscheidung. Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt, sogar übertroffen von der fachlichen Kompetenz, der Fülle an verwertbaren Informationen und Übungsanregungen.
Die Gruppe war bunt gemischt, die Teilnehmer hatten zum Teil noch keine Erfahrungen im Qigong speziell für Senioren und zum anderen Teil hatten schon einige in Altersheimen unterrichtet. Der Austausch innerhalb der Gruppen war sehr fruchtbar und intensiv – auch durch die Gruppenarbeiten, die ein fester Bestandteil aller Module war.
Die theoretische Wissensvermittlung umfasste zum einem die Strukturen und Organisationen in der Altenpflege mit vielen praktischen Tipps. An wen wende ich mich in Altersheimen am besten als Ansprechpartner, um Kurse anzubieten? Welches Honorar kann ich verlangen oder mit welchen speziellen Gegebenheiten muss ich rechnen? Zum anderen wurden alle Krankheitsbilder, die relevant bei Senioren sind, vorgestellt, z.B. Morbus Parkinson, Schlaganfall, Krankheiten des Herzens, der Mitte, der Knochen und als weiterer Schwerpunkt das große Thema Demenz. Neben der Theorie stand gleichberechtigt die Praxis. Anfangs dachten wir noch, wir würden jetzt neue Übungen erlernen und waren etwas überrascht, als wir merkten, dass das Kurskonzept darauf aufbaute, dass wir unsere bereits erlernten Übungen einbringen sollten, um diese dann an die Zielgruppe anzupassen. Dieses Vorgehen stellte sich als großes Glück heraus. Wir merkten dadurch, dass wir alle schon sehr viel Wissen mitbrachten und aus diesem großen Repertoire schöpfen konnten. In den Gruppenarbeiten ging es daher hoch her und wir merkten schnell, dass „weniger mehr ist“ und wieviel von unseren Übungen brauchbar war. Das hat sehr viel Spaß gemacht und uns alle weitergebracht.
Ergänzt wurden der praktische und theoretische Teil durch Qigong-Übungen der Kursleiter, die uns durch die Wochenenden getragen haben.
Eine große Bereicherung war auch die Einführung in die themenzentrierte Interaktion bei Gruppen (TZI) und in die kollegiale Beratung, die uns Ralf Jakob vermittelte. Wunderbar, so ein Instrument an die Hand zu bekommen. Da hat die ganze Gruppe sehr profitiert.
Was noch besonderer Erwähnung bedarf: die Tänze, speziell der Drachentanz, die Musikempfehlungen, die Qigong-Übungen, die Abschlussgeschichte, die phänomenale Bewirtung und der liebevolle, zugewandte Umgang mit uns Teilnehmern während der ganzen Fortbildung. Ein großer Dank an unsere Kursleiter für ihre Mühe, ihre Kompetenz und ihre Leidenschaft, die sie weitergegeben haben. Und auch für die schöne Zeremonie am Ende der Fortbildung bei der Zeugnisübergabe und dem anschließendem gutem Essen. Wir haben alle bedauert, dass die Ausbildung so schnell vorbei war.
Werbung machen wollen wir unbedingt für den Arbeitskreis „Qigong für Ältere“, der so viel neuen Input und Anregungen bietet. Dafür lohnt sich jede Fahrt nach Nürnberg, auch nur für einen Tag!
Susan Engmann und Susanne Schätz
Dem Fotografen beim Abschlussessen der Weiterbildung „Qigong im Alter“ in Nürnberg präsentierten sich noch sechs von insgesamt 11 Absolventen:
Angela Krüger, Andreas Fertig, Gottfried Ströhlein, Hildegard Meyer-Kerwath, Maria Christl (Kursleitung), Ralf Jakob (Kursleitung), Uschi Jacob und Barbara Voß.