25.09.2017

Erlebnisbericht zum Intensivseminar Qigong & Natur in Kroatien

Bildquelle: Dorothea Schreiber

Auf der Suche nach Yongchuan

Kroatien zu Pfingsten. Man kann nur erstaunt sein, wie wenig los ist. Die Strandbars teilweise noch nicht aufgebaut, wenig Touristen, denen man über den Weg läuft. Ein Plätzchen am Meer in bester Lage zu finden - kein Problem.

Die Kulisse, die sich uns bietet, traumhaft schön: 
gelbe Ginsterbüsche, weißer Jasmin, lila Lavendel, knallorange Granatapfelblüten und Oleander in allen Farben und in voller Pracht, die alle ihren Blütenduft über das ganze Land ausbreiten.
 Da fällt es leicht, tief durchzuatmen.
 Aber auch die Fauna hatte uns viel zu bieten:
 von Hasen, Fasan, über Rehe und Fuchs bis hin zu einer Wildschweinrotte mit Frischlingen, die unseren frühmorgendlichen Weg zu unserem Übungsplatz kreuzten. Sogar Delfine zogen in der Ferne vorüber.


Es ist immer wieder ein wundervolles Erlebnis, mit der Sonne „aufzugehen“, sich der Natur und der Weite des Meeres, dem blauen Himmel und dem eigenen Inneren zu öffnen.
 Jeden Tag immer wieder neu, immer wieder anders, mal mit etwas Wind, Wölkchen und Wellenrauschen, mal mit spiegelglatter, seelenwiderspiegelnder See, immer wieder tief eintauchen und sich unendlich beschenkt fühlen dürfen.
 Und in solch einer Umgebung üben zu dürfen ist wirklich ein Geschenk. Wir haben fleißig und mit viel Freude geübt und uns auf die Suche nach Yongchuan begeben. 
Fazit:
„Ein Moment ohne Yongchuan und du bist ohne Yongchuan!“
 Ich glaube, jeder hat die Wahrheit dieses Satzes schon einmal am eigenen Leib erfahren und speziell bei den FanHuanGong mit seinen Einbeinständen auch selbst erlebt.
Aber eine Woche morgens und abends an seiner Erdung zu „arbeiten“, seine Wurzeln zu pflegen, ins Qi einzutauchen und zu spüren, die Ruhe und Stille in sich aufzunehmen und mehr und mehr loszulassen, ließ uns tief durch den Erdball dringen - (fast bis nach Neuseeland ;) ).

Auf die Probe wurde Yongchuan unter verschärften Bedingungen auf dem Stand-up-paddel-board gestellt. („Der nächste, wer will...?“)
 Mit viel Spaß und Freude, den Blick auf den Horizont gerichtet (ja nicht auf die Wellen schauen!) heißt es: Balance finden beziehungsweise in Balance sein (im nächsten Jahr auf einem Bein :) ) und fast ohne Wasserkontakt ‚liefen‘ alle übers Meer. Hilfreiche Kommentare vom Strand: 
„Lächle dabei!“, „Paddeln nicht vergessen“ (ach ne), „Jetzt hab ich kein Foto von einem, der reinfällt.“

Ein Riesenspaß mit viel Gelächter an einem gemeinsamen Nachmittag. Dank an die wunderbare Gruppe mit „superschönen Begegnungen und Gesprächen“, „ich hab mich mit euch allen wohl gefühlt!“, „mit euch konnte man auch gut lachen“, „harmonisch, stimmig, intensiv“. 
Dank an das wunderbare Seminarhaus „cherryblossom“ und für „die ‚ganze Erleuchtungkraft‘ des vegetarischen Essens“, dass immer mit wundervollem Lächeln und Freude gereicht wurde.
 Dank an die Lehrer Dieter und Helmut, der Schwab und der Franke, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit so wunderbar ergänzen, Feuer und Wasser, Yin und Yang, ein Ganzes, ein Team.
 „Es ist schön zu sehen, wie sich eure Schultern entspannt, eure Stirn sich geglättet und die Brust sich geweitet hat. Und eure strahlenden Blicke!“
 Bald wieder: Qigong und Natur and more!

Dorothea Schreiber