05.07.2017

Erlebnisbericht von den XXV. Österreichischen Qigong-Tagen vom 19. – 21. Mai 2017 von Helmut Schmidt

Schloss Goldegg im Pongau.
Bildquelle: Helmut Schmidt

Helmut Schmidt schildert uns hier sehr eindrucksvoll seine Erlebnisse bei den XXV. Qigong-Tagen in Österreich.

Ein Wochenende mit
Kraft – Liebe – Freude – Friede – Licht

Wie bereits in der Überschrift genannt, standen die 25. Qigong-Tage der Österreichischen QIGONG Gesellschaft unter diesem Motto und wurden vom regionalen Arbeitskreis Salzburg im Seminarzentrum Schloss Goldegg organisiert.

Gleich bei der Ankunft im Tagungsbüro wurde mein Name, wie gewünscht, auf der Liste des Workshops „Freude im Qigong – Freude im Leben“, den Mag. Norbert Herwegh leitete, gefunden. Ich wurde mit einem Bändchen am Handgelenk geschmückt und durfte mich danach zur Eröffnungsveranstaltung begeben. 

Der Dachsaal des Schlosses war schnell mit dem Stimmengewirr der Ankommenden gefüllt, die sich begrüßten, sich umarmten und sich auf den Beginn der Veranstaltung freuten. Am Ende wurden die Sitzplätze knapp und einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnten nur noch Stehplätze ergattern.

Dr. Gerhard Wenzel.
Bildquelle: Helmut Schmidt

Mit dem Erklingen von Zimbeln kehrte Ruhe im Saal ein und die Präsidentin der Österreichischen QIGONG Gesellschaft, Frau Claudia Schraml, begrüßte die Teilnehmer und eröffnete damit die Qigong-Tage. Nach der Vorstellung der Referenten begann der Einführungsvortrag von Dr. Gerhard Wenzel, dem Ehrenpräsidenten der Gesellschaft.

Zu Beginn seines Vortrags erläuterte er uns mit Bezug zum I Ging, dass diese Tage unter einem besonderen Zeichen stehen, nämlich zu Beginn unter dem Zeichen Nr.11 TAI – Der Friede, das sich wandelt in Zeichen Nr. 19 LIN – Die Annäherung. Danach behandelte er jeden Begriff des Tagungsmottos sehr ausführlich und würzte diese mit Weisheiten und Zitaten seiner geistigen Lehrer.

Der Vortrag war für mich der spirituelle Höhepunkt dieses Wochenendes, dem ich mit ein paar Zeilen oder Zitaten nicht gerecht werden würde. Deshalb sei an dieser Stelle nur darauf hingewiesen, dass es diesen Vortrag zum Nachhören als Doppel-CD bei der Österreichischen QIGONG Gesellschaft gibt.

Der Samstag und Sonntag stand dann für mich und mehr als 30 andere Teilnehmer unter dem Motto der Freude. Der Einstieg in den Workshop begann mit der Übung der vier heilenden Laute. Wir übten diese Laute bis uns fast die Decke auf den Kopf fiel, denn die Gruppe mit Dr. Brigitta Bach, die über uns im Gleichklang hüpfte, brachte das alte Gemäuer zum Beben.

Qigong Tage Österreich
Mag. Norbert Herwegh mit Teilnehmern beim
Workshop „Freude“. Bildquelle: Helmut Schmidt

Dass dieses Beben durchaus Auswirkung haben könnte, zeigte sich in der Reaktion von Norbert, der uns eine Pause spendierte und nach oben ging. Mit Einkehr der Ruhe begannen wir „Das große Rad beständig zu drehen“ – der vierten Übung aus den Ba Fan Huan Gong – Übungen.

Da einige diese Übung noch nicht kannten, erfolgte ein detaillierter Einstieg in den Ablauf.
Immer wieder garnierte Norbert die Erläuterungen mit Zitaten und Erklärungen.
Ein Beispiel sei hier das Zitat „Die kürzeste Antwort die ich von Prof. Cong Yongchun auf die Frage hörte, was Qigong sei, war: „Qigong – das ist sich öffnen“.

Und dieses Öffnen - das Herz öffnen - war auch der Schwerpunkt in allen Übungen dieses Wochenendes, die Norbert mit uns praktizierte. Beispielhaft sei nur die Übung „Der Tiger schiebt den Berg“ genannt. Diese Übung wurde von uns ausgeführt mit dem Mantra:

  • „Mein liebes Herz, ich nehme dich wahr“
  • „Mein liebes Herz, bitte nimm dir den Raum, den du benötigst“
  • „Mein liebes Herz, ich lächle dir zu“

Und das Resultat: der Raum war angefüllt von einem vielfältigen Lächeln aller Teilnehmer. Kein Wunder, denn wir breiteten als Übungsabschluss eine Qi-Säule um uns aus, die uns einhüllte und verband.

Aber damit nicht genug. Am Samstagabend bekamen die körperlichen Freuden noch einen Höhepunkt in Form eines Büfetts im Haus Einklang und eines Auftrittes der Kultband „Querschläger“ aus dem Lungau. Sie erfreuten uns mit Liedern wie „Von vegetarischen MetzgerInnen“ wo besonders auf das Binnen-I hingewiesen wurde, „Da E-Biker“ und anderen Volkswaisen. Die Stimmung stieg mit jedem Lied und die Band bekam zum Schluss stehenden Applaus, was die eine oder andere Zugabe noch herauslockte. Fazit: Auch dieser Tag war ein guter Tag.

Sonntag war dann der Tag der Vertiefung. Los ging es bei uns mit der Stimme von Prof. Cong. Zu seinem „XI-XI-HO“ drehten wir im Kemenatensaal Runde um Runde. Es folgten die Übungen, die wir am Samstag eingeübt hatten, mit weiteren Erklärungen von Norbert und endeten mit Sufi – Musik, zu der wir uns drehten. Leider mussten wir mit diesem Programmpunkt unseres Workshops enden, denn es wartete noch die Abschlussveranstaltung im Dachsaal.

Nach gemeinsamen Üben und Verabschieden, angereichert mit Kraft – Liebe – Freude – Friede – Licht, verließ ich Goldegg. Ich freue mich schon auf die Qigong-Tage 2018 und möchte mich an dieser Stelle bei den Organisatoren dieser Tagung und den vielen Helfern für dieses gelungene Wochenende herzlich bedanken.
Helmut Schmidt, im Juni 2017